Ein Rückblick. Was für ein Jahr …

Abschied genommen, das Schöne neu gerahmt und Tränen geweint und gelacht … 

Es war ein anstrengendes Jahr. Ein Jahr der Extreme. Dabei zentriere ich den Blick auf meine kleine Welt, und spare die großen Themen aus. Astrologen sprachen 2022 vom Jupiterjahr, dem Glücksplaneten. Ein Jahr der Expansion, des Wachstums, des Wohlstandes, der Zielsetzung und der Gutmütigkeit wurde uns prophezeit. Tatsächlich ist von allem ein wenig dabei, wenn ich die Ereignisse ins entsprechende Licht rücke. 

Zu Jahresbeginn entschloss ich mich zu einer beruflichen Veränderung. Meine Projektziele waren erreicht, und ein weiterer sinnvoller Beitrag schien mir unmöglich. Die Zeit bis zum Projektende auszusitzen, war mir ein schrecklicher Gedanke. Folge dessen suchte ich nach einer neuen Herausforderung mit all ihren leidvollen Konsequenzen, und diese wogen schwer.   

Der Abschied von meinen Kamelen 

Meine beiden Kamele verdanke ich der Pandemie. Ich hatte sie angeschafft als Trost und Trotz, nicht nach Hause reisen zu können und um den Lockdowns an Wochenenden zu entkommen. Sie bescherten mir zwei sehr glückliche Jahre. Mit ihnen wurde die Wüste mein zweites Zuhause, und die Beduinen vertrauensvolle Begleiter und meine zweite Familie. 

Schließlich stand im Frühjahr fest, dass ich Ende Juni Jordanien verlassen werde. Zum Abschied organisierten meine Freunde eine 6-tägige Kameltour, die uns tief in die Wüste bis and die saudische Grenze und über eine Bergkette wieder zurück führte. Ingesamt waren wir rund 260 km unterwegs. Es war ein einzigartiges und unvergessliches Erlebnis, für das ich heute noch sehr dankbar bin. 

Tod meines Vaters

Als ich von meiner Wüstenreise zurückkehrte, erfuhr ich vom Tod meines Vaters.

Hier mein ganz persönlicher Nachruf für all jene, die bei der Trauerfeier nicht dabei sein konnten.

Von Amman nach Bayern

Seit Juli arbeite ich in Bayern. Das kam für meine Familie und Freunde ebenso überraschend, wie für mich. Gerade mal 300 km von Linz entfernt, war der Umzug von einem Gefühl des Nachhausekommens begleitet. Das „Servus“ und „Grüß Gott“, die Seen und die Berge, die deftigen Speisen waren mir vertraut, und trotzdem ist Bayern nicht Österreich. Der Unterschied liegt in unzähligen Nuancen, wobei mir für ein besseres Verständnis die heitere „Gebrauchsanweisung für Bayern von Bruno Jonas“ wertvolle Dienste erwies. 

Ins Nachbarland gestolpert, kreist meine Aufmerksamkeit nun über Südafrika und Tunesien, wo ich mich mit Projekten zu E-Mobilität und grünen Wasserstoff beschäftige. Herausfordernde Themen und sehr sportliche Projektlaufzeiten reduzieren meine Freizeit auf ein Minimum. 
Auf meinen Dienstreisen nach Kapstadt und Tunis sorgten kleine Abstecher zu Nebenschauplätzen für die gewohnt Begeisterung, allerdings fehlte mir bisher die Zeit, meine Beobachtungen niederzuschreiben. Das soll sich 2023 wieder ändern.

Auf das Jahr 2022 blicke ich dankbar zurück, aufs Jahr 2023 freudvoll voraus.

Laufende Projekte werden nächsten Frühjahr abgeschlossen, für eine kurze Auszeit bereite ich mich vor. Ich freue mich auf ein Wiedersehen mit den mir Vertrauten in der Wüste, auf meine geplanten Reisen in bester Gesellschaft und das Planen neuer spannender Projekte.

Das Jahr 2023 steht im Zeichen des Mars, dem Kraftplaneten. Es ist die Zeit, seine Träume und Wünsche in die Tat umzusetzen, höre ich sagen.

In diesem Sinne, wünsche ich Euch alles Liebe und Gute und vor allem Gesundheit für 2023.

Autor: reginatauschek

Weltbürgerin.

4 Kommentare zu „Ein Rückblick. Was für ein Jahr …“

  1. Liebe Regina,

    ganz zuerst mein aufrichtiges Beileid zum Tod Deines Vaters. Du hast so schöne Worte zum Nachruf gefunden und da bleibt dann tatsächlich hängen: „Niemals geht man so ganz…“

    Aber ich freue mich auch für Dich, darüber, dass Du noch einmal die Herausforderung annimmst und auch darüber, dass Dein Herz wie immer auf der richtigen Seite des Lebens schlägt. Ich wünsche Dir für all Deine neuen Herausforderungen alles erdenklich Gute und bin weiter gespannt auf Deine schönen Erzählungen über Dein Leben und Wirken.

    Auch noch einmal ein ganz herzliches Dankeschön dafür, dass Du bei meinem Ausstieg aus dem Berufsleben dabei warst. Viel Zeit zum Reden war nicht … aber ich habe mich sehr gefreut, dass Du es überhaupt nach Berlin geschafft hast. Es wird hoffentlich nicht das letzte Mal sein, dass wir uns gesehen haben.

    Alles Liebe und nur die besten Wünsche für 2023!

    Roland.

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  2. Mein herzliches Beileid von mir aus der Ferne. Du hast Kraft, um dies zu Verarbeiten und viel Zuversicht in unsere Welt. Deine Berichte sind für mich eine gute Erinnerung an Zeiten, die ich auch nicht mehr missen möchte und aus der ich Kraft schöpfen kann. Wir schätzen erst das Glück, wenn wir auch die Unannehmlichkeiten meistern. Für 2023 lese ich wieder gerne von deinen neuen Projekten. Wir wissen, wenn wir gehen, die Welt wird sich weiter drehen. Abschiede gehören zum Leben, Für mich sind meine Afrika Aufenthalte Geschichte, eine überraschende Wendung, ein Glücksfall für mich. Die Magie Afrikas war wieder im Spiel. Veränderungen machen
    vieles Unmögliche möglich. Weiterhin viel Mut für 2023.

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