Der letzte Tropfen?

Die letzten Regentropfen fielen im Mai, auf die nächsten hofft man im Oktober. Auf diesen meteorologischen Kreislauf haben sich die Menschen im Irak eingestellt. Im Norden wird der Rasen noch künstlich bewässert, während der Süden vertrocknet. Die Lage ist ernst.   Weiterlesen „Der letzte Tropfen?“

Vom LESEN und SCHREIBEN

8. September: Am Weltalphabetisierungstag begebe ich mich ins aufgeschlagene Buch von Ibn Al-Mustawfi, jenem Mann, der im 12. Jahrhundert die Geschichte Erbils geschrieben hat, und bin dankbar.

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Alltag bei Mitte vierzig

Wie kleine Perlen rollen sie über meinen Rücken, während die ersten unter den Anwesenden bereits Konturen verlieren. Der offizielle Teil der Veranstaltung ist vorbei, und Männer entledigen sich ihrer Sakkos, sofern der Zeitpunkt dafür noch nicht überschritten ist. Hemden bilden ab was ist. Bagdad, 45 Grad. Ein ganz normaler Tag. Weiterlesen „Alltag bei Mitte vierzig“

Rastak: Avantgarde, die verbindet

Pauken treten in Dialog, eine verwirrende Vielfalt traditioneller und moderner Instrumente fügen sich zu eindringlichen Rhythmen, dazwischen melancholische Klänge und fröhliche Tänze. Mit experimenteller Musik bauen sie Brücken zwischen Regionen, Nationen und Generationen. Standing Ovation! Weiterlesen „Rastak: Avantgarde, die verbindet“

Nomadin und mehr

Nyamtstseg hat das Blut einer Nomadin. Vom Wesen unkompliziert, stets freundlich und mit einem Hauch Noblesse. Ihre Worte sind überlegt und einfühlsam – und von richtungsweisender Klarheit. Einst ein „Reitkind“, unterrichtet sie heute an der Universität. Ihr Lachen wärmt und zum Abschied sagt sie „Pfiat Di“. Weiterlesen „Nomadin und mehr“

Pferdinand, Gussdarf und Tautropfen

Mit 17 Jahren ist er der älteste, der kleinste und im Galopp den anderen zumeist eine Nasenlänge voraus. Fliegen sind ihm ebenso lästig wie mir. Heute ist er mein Prinz – sein Name: Tautropfen.

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Mongolei: Auf dem Pferderücken zu den Nomaden

Ein Klopfen an die Tür reißt mich frühmorgens aus dem Schlaf. Aus dem Schlafsack kriechend, tauche ich unter einem vom Sattel hängenden Steigbügel hervor. Meinen Oberkörper neunzig Grad nach vorne gebeugt, öffne ich die Jurtentür und blicke mit aufgerissenen Augen in ebensolche eines Ziegenbockes. Fassungslos starren wir einander im Morgengrauen an.

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