Landung in Erbil

Mit der Befreiung Mosuls veränderte sich auch der Sinkflug auf Erbil, Hauptstadt der autonomen Region Kurdistan im Irak und 80 km östlich der ehemaligen IS-Hochburg gelegen.

Der Flug nach Erbil zeichnete sich bisher durch eine Besonderheit aus. Die Flughöhe wurde nicht – wie üblich – auf der Zielgeraden zum Flughafen abgebaut, sondern über diesem. Entsprechend wurde der Sinkflug aus dem Himmelblau eingeleitet, indem die Maschine in eine spiralförmige Flugroute überging, und sich bis zum Erdboden hinunter schraubte. Beglückt mit einem Fensterplatz auf der Rotationsinnenseite hatte man ausreichend Zeit, die Stadt – die sich wie ein Spinnennetz über die wüstenartige Landschaft entfaltet – aus der Vogelperspektive zu erfassen. Dieser räumlichen Einordnung kommt insofern Bedeutung zu, da es für Erbil keinen Stadtplan gibt. Damit erklärt sich wahrscheinlich auch, weshalb mir Erbil – nach mehreren Flügen und aufmerksamer Luftbildstudie – aus der Sicht des Vogels immer noch vertrauter ist, als durch die Windschutzscheibe auf dem Beifahrersitz des Dienstwagens.

Der Flug letzte Woche brachte eine Veränderung – nämlich nur ein einziger Flugkreis bis zur Landung. Das war irritierend, so plötzlich und unvorbereitet in Erbil anzukommen – und dann gleich noch 45 Grad. Nun gut.
Fazit: Der Begriff Direktflug Wien – Erbil hat mit der angepassten Flugroute wieder deutlich Gewicht bekommen. Schneller waren wir damit jedoch nicht.

Autor: reginatauschek

Weltbürgerin.

3 Kommentare zu „Landung in Erbil“

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